Les Echos - Frankreich | Dienstag, 13. September 2011
Französische Banken sind solide
Die Furcht vor den Folgen des starken Griechenland-Engagements der französischen Großbanken hat deren Aktienkurse am Montag abstürzen lassen. Die betroffenen Banken erhalten seit August vorerst keine kurzfristigen Dollar-Kredite mehr von anderen Banken. Die Reaktion der Märkte ist überzogen, meint die Wirtschaftszeitung Les Echos: "Was die Liquidität angeht, ist die Situation unter Kontrolle. Sicher gestaltet sich der Zugang zum Dollar seit Anfang August schwieriger, aber er ist den Banken nicht völlig verwehrt. Und die EZB hat in den vergangen Tagen wiederholt verlauten lassen, dass sie die notwendige Liquidität bereitstellen würde. Die französischen Banken befinden sich also nicht in einer verzweifelten Situation. Sie sind, wie übrigens ganz Europa, Opfer der Unschlüssigkeit der Regierungen der Euro-Zone angesichts der griechischen Gefahr. Sie benötigen weder frisches Geld noch eine staatliche Liquiditäts-Stütze. Was die Banken, wie alle Europäer, vor allem brauchen, ist eine rasche politische Lösung für die staatliche Schuldenkrise, damit jedes Risiko einer Ausweitung ausgeschlossen ist."
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