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Die Presse - Österreich | Donnerstag, 15. September 2011

Peking erpresst Europa

Die von China unverhohlen geforderte Gegenleistung für Investitionen in schwächelnden Euro-Ländern ist die "Anerkennung als Marktwirtschaft", doch Europa darf sich nicht von Chinas Premier Wen Jiabao erpressen lassen, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: "Was meint Wen, wenn er fordert, die EU solle China 'als Marktwirtschaft anerkennen'? Er will seinem Land, recht plump, Vorteile bei Handelsstreitigkeiten sichern. Dumping und Yuan-Manipulation wären dann nach den Regeln der Welthandelsorganisation weniger leicht einklagbar. Nur: 2016 hat sich China den ersehnten Status ohnehin ersessen. Und bis dahin wäre es nur töricht, dem 'Freund' vorauseilende Zugeständnisse zu machen. Denn die Akzeptanz bei der WTO ist das Letzte, worauf China verzichten kann: Sein Exportboom beruht zum größten Teil auf der Mitgliedschaft bei diesem Verein des freien, fairen Handels."

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