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Les Echos - Frankreich | Freitag, 16. September 2011

UBS-Skandal: Banken bleiben verantwortungslos

Ein Investment-Banker der Schweizer Großbank UBS ist am Donnerstag in London verhaftet worden, weil er rund 1,5 Milliarden Euro verzockt haben soll. Die Banken haben sich also nicht wie versprochen reformiert, schließt die Wirtschaftszeitung Les Echos: "Dass es die UBS heute noch gibt, verdankt sie dem Schweizer Steuerzahler, der ihr Milliarden Franken zugeschossen hat. Unter diesen Bedingungen wird die Gruppe sich in Zukunft wohl wieder stärker auf die Vermögensverwaltung konzentrieren müssen. Das ist für den Ruf der Schweiz als Tresor wohl unabdingbar. Aber der Betrug bringt auch Schande über die ganze Branche. Es ist wie bei einem Unfall in einem Atomkraftwerk: Da stellt sich die Frage nach der Sicherheit der ganzen Anlage. Es ist klar, dass diese Affäre als Beweis gilt für eine Kultur des wahnwitzigen, unverhältnismäßigen Risikos, die den Regulierungs-Anstrengungen zum Trotz fortbesteht. Sie steht symbolisch für eine Finanzwelt, die von der Realität abgeschnitten ist und sich mehr damit beschäftigt, aus ihrem Geld noch mehr Geld zu machen, als die Wirtschaft zu finanzieren."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 16. September 2011

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