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Postimees - Estland | Dienstag, 20. September 2011

Esten fehlt Bewusstsein für Holocaust

Das Estnische Historische Museum hat am Wochenende Exponate über den 1893 in Tallinn geborenen Nazi-Verbrecher Alfred Rosenberg entfernt und damit auf Proteste der jüdischen Gemeinde reagiert. Rosenberg war einer der führenden Köpfe bei der Vernichtung der Juden in Osteuropa. Die Tageszeitung Postimees glaubt nicht, dass der Schritt des Museums zur Aufklärung über den Holocaust beiträgt: "Wäre es nicht sinnvoller, wenn die jüdische Gemeinde und das Kulturministerium gemeinsam in Estland Aufklärungsarbeit über den Holocaust betreiben würden? Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Esten jetzt bewusster mit dem Holocaust umgehen, nachdem Rosenberg aus der Ausstellung verschwunden ist. … Es ist ein Skandal, dass man in jedem estnischen Buchladen alle möglichen Verschwörungstheorien über den Holocaust findet, dafür aber kein einziges gutes Buch in estnischer Sprache zu diesem Thema. Haben das Kulturministerium und die jüdische Gemeinde jemals daran gedacht, das Schreiben oder die Übersetzung eines solchen Buchs zu unterstützen?"

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 20. September 2011

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