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De Standaard - Belgien | Dienstag, 20. September 2011

Weniger Wallonen gut für Demokratie

Bei den Koalitionsverhandlungen der acht belgischen Parteien wollen die flämischen Liberalen die wallonischen Grünen ausschließen. Das hat weniger inhaltliche als demokratie-fördernde Gründe, analysiert die flämische Tageszeitung De Standaard: "Sonst gibt es zu wenig Opposition auf der französischsprachigen Seite, das ist demokratisch nicht gesund. Auf der flämischen Seite gibt es allerdings absolut keinen Grund, um eine der vier beteiligten flämischen Parteien auszuschließen. Sobald das geschieht, gibt es auf flämischer Seite keine Mehrheit mehr für die Regierung. Weise Staatsmänner haben bereits vor Jahren davor gewarnt, dass dies eine explosive Situation schaffen könnte. Eine Regierung, die gegen eine Mehrheit der flämischen Abgeordneten regiert, bekommt schnell den Stempel anti-flämisch. ... Was für das französischsprachige Belgien aus demokratischer Perspektive folgerichtig erscheint, ist für Flandern aus demokratischer Perspektive überhaupt nicht empfehlenswert. So funktioniert das in einem Land, das aus zwei Ländern besteht."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 20. September 2011

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