Les Echos - Frankreich | Mittwoch, 21. September 2011
Primat der Politik stärken
Rating-Agenturen wie Standard and Poor's, die Griechenland, die USA und jetzt Italien herabgestuft haben, scheinen allmächtig zu sein. Doch in Wahrheit hängt die wirtschaftliche Entwicklung von der Politik ab, meint die Wirtschaftszeitung Les Echos: "Ein ums andere Mal erzürnt Standard and Poor's die Politiker, welche die Entscheidung der Rating-Agentur für unbegründet und unpassend halten. Manchmal haben sie Recht, selbst wenn die Wirtschaftsexperten des IWF belegt haben, dass die Rating-Agenturen wegen der Staatsverschuldungen aus ziemlich guten Gründen handelten. Aber was heute zählt, ist die Botschaft, die in den letzten Bescheiden, die Standard and Poor's veröffentlicht hat, wiederholt zu finden ist. Kurz gesagt: Die Politik hat wieder Vorrang. ... Ohne starke, innovative, visionäre politische Entscheidungen werden wir die Wirtschaftskrise nicht überwinden. Das Primat der Politik ist notwendig, und in stürmischen Zeiten noch mehr als in ruhigen Phasen."
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