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Les Echos - Frankreich | Donnerstag, 22. September 2011

Schlechte IWF-Prognose nicht zu ernst nehmen

Der IWF hat am Dienstag seine Konjunktur-Prognose gesenkt. Aufgrund schleppenden Wachstums in den Industriestaaten und der europäischen Schuldenkrise geht er nur noch von vier Prozent Wachstum für die Weltwirtschaft in 2011 und 2012 aus - statt wie bisher von 4,3 und 4,5 Prozent. Doch die Analysten reden viel, wenn die Krise lang ist, meint die Wirtschaftszeitung Les Echos, sogar zu viel: "Man könnte fast Angst bekommen, hätte man das alles nicht schon so oft gehört! ... Die Prognosen des IWF sind nicht die ersten, und auch nicht die letzten, was eine etwas schräge Überlegung auslöst: Brüssel, die OECD und der IWF sowie die staatlichen und privaten Analysten veröffentlichen tagaus, tagein wie in einer Endlosschleife Vorhersagen und kommentieren sie. ... Da ist man versucht, mit dem Schriftsteller Erik Orsenna zu sagen, dass in der heutigen, über-informierten und krankhaft-fiebrigen Welt die Kommentatoren wichtiger sind als die Akteure, und dass man ihnen vor allem mehr Gehör schenkt als den Akteuren, sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik. Allerdings muss man hinzufügen: Die Akteure tun auch nichts, um das zu ändern."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 22. September 2011

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