La Stampa - Italien | Freitag, 23. September 2011
Spekulationen von Kreditbereich abtrennen
Die Börsenkurse sind am Donnerstag weltweit abgesackt. Als Ursache für die neuerliche Talfahrt gelten Ängste vor einem Rückgang der Wirtschaftsleistung und die anhaltende Sorge um die Euro-Zone. Dieser Macht der Finanzmärkte muss eine Ende gesetzt werden, fordert die liberale Tageszeitung La Stampa: "Der erste Schritt besteht in der Erkenntnis, dass die bisherigen politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise durchweg gescheitert sind. … Deshalb müssen die Regierungen endlich den Mut dazu finden, sich zumindest partiell der anonymen Tyrannei der Finanzmärkte zu entziehen. Dies bedeutet, den Märkten Regeln aufzuerlegen, die ihre Zerstörungskraft verringern, ohne dabei jedoch den positiven Aspekt der Märkte zu zerschlagen. Regeln also, die das spekulative Potenzial begrenzen, ohne die Basisfunktion der Finanzmärkte zu beinträchtigen. Einen ersten Schritt in diese Richtung hat Großbritannien unternommen. Die Regierung hat ein Gesetz eingeführt, das innerhalb der Banken den Spekulationsbereich vom normalen Kreditbereich trennt."
» weiterführende Informationen (externer Link, italienisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Finanzmärkte, » Banken, » Großbritannien, » Global
Alle verfügbaren Texte von » Mario Deaglio
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 23. September 2011