Der Standard - Österreich | Montag, 26. September 2011
Politik nicht allein Schuld an Euro-Krise
Beim Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank vom 23. bis 25. September in Washington haben Vertreter der USA, Mexikos, Brasiliens und Südafrikas das Krisenmanagement zur Euro-Rettung für unzureichend erklärt. Nur die Politik als Schuldigen der Euro-Krise an den Pranger zu stellen, ist nach Ansicht der linksliberale Tageszeitung Der Standard jedoch fahrlässig: "Trotzdem bekommen die Prügel in der internationalen Arena nur Politiker ab. Die Logik dahinter ist, dass Märkte effizient zu sein haben. Daraus folgt, dass Marktversagen prinzipiell Politikversagen sein muss. In der darauffolgenden Diskussion wird die politische Klasse an den Pranger gestellt, womit ihr erst recht die Kraft abhandenkommt, steuernd einzugreifen. Solange die offensichtlich tief verwurzelten Probleme am Markt nicht Teil der Debatten sind, kann Europa noch so viele Rettungspakete auflegen. Hier kommt gerade Massenmedien Verantwortung zu, diese Diskussionen vorurteilslos zu führen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Andras Szigetvari
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 26. September 2011