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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 26. September 2011

Ein autoritäres Russland hat keine Zukunft

Russland kann nicht für alle Zeiten ein Kommandostaat bleiben, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung mit Blick auf die geplante Rückkehr Wladimir Putins ins Präsidentenamt: "Das größte Land der Erde wird nach dem Befehlsprinzip geführt. Einiges Russland ist keine Partei, die Ideen entwickelt. Und das Parlament ist kein Ort, an dem debattiert wird. Das mag nach dem Zerfall des Sowjetimperiums und den wirren, anarchistischen Jelzin-Jahren zum Teil noch gerechtfertigt gewesen sein. Aber nun hilft es nicht mehr weiter. ... Das Volk ... ist ermüdet von der Moskauer Rhetorik eines blühenden Russlands, von dem es doch nur selten etwas sieht. ... Und da Putin seine Bürger nun mal nach Antalya reisen lässt, nach London und Garmisch-Partenkirchen, ist es für Russland sehr viel schwieriger geworden, mit einem System erfolgreich zu sein, das irgendwo zwischen der Schweiz und Nordkorea angesiedelt ist. Noch gibt es keine kritische Masse, aber auch Putin muss begreifen: Mehr und mehr Russen sehnen sich nach Freiheit, auch endlich im eigenen Land."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 26. September 2011

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