Právo - Tschechien | Dienstag, 27. September 2011
Jiří Pehe über tschechische Besserwisserei in der Krise
Tschechische Politiker von Präsident Václav Klaus bis hin zu Kabinettsmitgliedern verhalten sich in der Krise wie unnütze Besserwisser, bemerkt der Publizist Jiří Pehe in der linken Tageszeitung Právo: "Unsere Politiker betonen zwar, dass der Zusammenbruch des Euro oder die Krise der EU für uns schreckliche Folgen hätten. Gleichzeitig aber lehnen sie es ab, dass sich Tschechien aktiv an der Lösungssuche beteiligt. Nachträgliche Besserwisserei hilft in der Krise aber niemandem. Für die geistige Hygiene der Tschechen wäre es allerdings hilfreich, wenn einst in den Geschichtsbüchern geschrieben stünde, dass wir nicht nur geredet, sondern auch unsere Hilfe angeboten haben. Der Besserwisserkomplex verstärkt lediglich das Syndrom eines kleinen Volks, dass einerseits von seiner Einzigartigkeit überzeugt ist, andererseits aber regelmäßig größeren Mächten unterliegt. Einem Teil der Gesellschaft genügt aber offensichtlich die Haltung von Klaus, 'der es schon immer gewusst' habe."
» weiterführende Informationen (externer Link, tschechisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Innenpolitik, » Finanzpolitik, » Tschechien, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Jiří Pehe
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 27. September 2011