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Respekt - Tschechien | Dienstag, 4. Oktober 2011

Slowakei politisch nicht reif für Euro-Zone

Die Slowakei gilt bei der Abstimmung über den erweiterten Euro-Rettungsschirm als größter Wackelkandidat. Premier Iveta Radičová versucht bislang vergeblich, den mitregierenden Neoliberalen um Parlamentspräsident Richard Sulik ein Ja abzuringen. Die liberale tschechische Wochenzeitung Respekt warnt Bratislava vor nationalem Egoismus: "Mit einem Nein würde das kleine Land, dessen Wirtschaft im Rahmen der Euro-Zone eine zu vernachlässigende Größe ist, eine Krise auslösen, deren Ausmaß niemand abzuschätzen wagt. Radičová braucht bis Mitte Oktober zum EU-Gipfel die Zustimmung des slowakischen Parlaments. Sulik wiederum will die Gewissheit, dass die Slowakei keinen Cent bezahlt. Hier zeigt sich nationaler Egoismus, der das heutige Europa teilt. ... Für Griechenland gilt, dass es auf den Euro wirtschaftlich nicht vorbereitet war. Die Slowakei war auf den Euro zwar wirtschaftlich vorbereitet, aber nicht politisch."

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