Sme - Slowakei | Mittwoch, 5. Oktober 2011
Putins Eurasische Union unrealistisch
Der russische Premier Wladimir Putin hat angekündigt, mit früheren Sowjetrepubliken eine "Eurasische Union" gründen zu wollen. Das Bündnis könnte zum politisch-wirtschaftlichen Bindeglied zwischen der EU und dem Pazifik-Raum werden, schrieb Putin in einem Beitrag für die Moskauer Zeitung Iswestija. Nach Ansicht der liberalen Tageszeitung Sme ist der Plan unrealistisch: "Kein Zweifel, das Streben nach Erneuerung des alten Imperiums ist in Putin und der russischen regierenden Elite fest verankert und wird nie aufgegeben. Real ist der Plan aber nicht. Russland mit seiner ärmer werdenden Bevölkerung und der sich verschlechternden Wirtschaftslage ist völlig von den Weltmarktpreisen für Öl und Gas abhängig und hat seinen Nachbarn nichts Seriöses anzubieten. Die Geldquellen reichen gerade noch, um korrumpierbare Politiker zu bezahlen und die Armee am Leben zu erhalten, die die Nachbarn immer noch zu erschrecken vermag. Ein dauerhaftes und stabiles übernationales Gebilde lässt sich darauf aber nicht aufbauen."
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