Lidové noviny - Tschechien | Donnerstag, 6. Oktober 2011
Banken helfen statt Staaten
Die bisher signalisierte Bereitschaft der EU, große Banken notfalls zu stützen, zeigt für die konservative Tageszeitung Lidové noviny in die richtige Richtung: "Das ist zwar eine weitere Welle von Sozialismus, in der Sache aber der einzig mögliche Eingriff, der die aufgescheuchten Finanzmärkte beruhigen und die Wirtschaftskrise abschwächen kann. Der Internationale Währungsfonds hat treffend darauf aufmerksam gemacht, dass es notwendig ist, die wirklichen Probleme anzugehen und nicht Staaten zu sanieren, sondern die Banken, die sich leichtsinnig verschuldet haben und denen jetzt große Verluste drohen. Das zweite Zeichen von Realismus ist die Einsicht, dass Griechenlands Bankrott unausweichlich ist. Auch Paris hat sich jetzt mit großen Verlusten privater Investoren abgefunden. Die Parallelität der beiden Entscheidungen kommt nicht zufällig. Ein geordneter Staatsbankrott ohne klare Regeln, was mit den bedrohten Banken geschieht, ist nicht durchführbar."
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