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De Morgen - Belgien | Montag, 10. Oktober 2011

Dexia-Rettung macht Belgier zu Schuldknechten

Belgien wird den belgischen Teil der Dexia-Bank für vier Milliarden Euro übernehmen und für weitere 54 Milliarden Euro bürgen. Das hat die geschäftsführende Regierung am Sonntag bekannt gegeben. Damit geht sie ein enormes Risiko ein, warnt die linksgerichtete Tageszeitung De Morgen: "Wie immer in der ständig weiterwuchernenden Schuldenkrise bleibt es beim bewährten Rezept: Die Gewinne wurden im vergangenen Jahrzehnt fachkundig privatisiert, die Kosten für die Aufräumarbeiten werden selbstverständlich kollektiviert. ... Aus irgendeinem Grund sollen Geschäftsbanken immun gegen die Gesetze des freien Markts sein: Sie sind 'too big to fail', und daher muss ein Staat, der in diesem Jahr noch acht Milliarden Euro zu sparen hat, noch einmal gezwungenermaßen seine Schulden und die dazugehörende Zinsbelastung erhöhen. ... Wenn die Rettung von Dexia dennoch schief geht, bürdet diese Regierung der nächsten Generation eine Schuldsklaverei auf wie in Griechenland und Irland."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 11. Oktober 2011

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