Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 13. Oktober 2011
Versuchtes Attentat könnte Iran selbst schaden
Sollte es den USA gelingen, die Beteiligung Irans an dem mutmaßlichen Anschlagsversuch in Washington nachzuweisen, könnte der UN-Sicherheitsrat härter gegen das Regime vorgehen, hofft die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Denn es wäre damit nachgewiesen, dass sich Iran selbst aus der internationalen Gemeinschaft ausschließt. Das müsste dann auch Rückwirkungen auf den UN-Sicherheitsrat und dessen Befassung mit dem iranischen Nuklearprogramm haben. Den Staaten, die bisher verhindert haben, dass Teheran mit noch härteren Sanktionen bestraft wird, würde es schwerer fallen, Argumente für eine Fortsetzung ihrer Politik zu finden. Sanktionen gelten nach wie vor als der beste Weg, um Iran von seinem Streben nach der Bombe abzubringen. … Das wissen natürlich auch die Herrscher in Teheran. Vermutlich werden sie deshalb ihre über die Jahre bewährte Strategie beibehalten und versuchen, mit scheinbaren Zugeständnissen neue Verhandlungen zu beginnen - die dann wieder im Sande verlaufen."
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