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Hospodářské noviny - Tschechien | Donnerstag, 13. Oktober 2011

Petr Honzejk über die Europa-Skepsis von Tschechen und Slowaken

Vor dem Hintergrund der slowakischen Ablehnung des erweiterten Euro-Rettungsfonds im ersten Anlauf und des Widerstands, den Tschechiens Präsident Václav Klaus einst dem Lissabon-Vertrag entgegensetzte, fragt der Kommentator Petr Honzejk in der Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny, weshalb Tschechen und Slowaken zu einer Art Zentrum der Europa-Skepsis geworden sind: "Aus der europäischen Integration nehmen wir nur, was wir kriegen können. Schengen? Fein! Weg mit dem verbrecherischen Eisernen Vorhang! Freizügigkeit für Arbeitskräfte und Kapital? Klar! ... Wenn es aber um Verbindlichkeiten geht, reden wir anders: Sie nehmen uns die Souveränität, sagen die Tschechen. Unsere Rentner werden doch nicht für andere zahlen, sagen die Slowaken. Jede Gemeinschaft basiert aber auch auf Solidarität. Doch wenn wir etwas zurückzahlen sollen, haben wir ein Problem. Die tschechisch-slowakische Nachricht an Europa lautet dann: 'Ihr gebt? In Ordnung. Wir sollen auch etwas geben? Was erlaubt Ihr Euch?'"

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 13. Oktober 2011

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