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Il Sole 24 Ore - Italien | Sonntag, 16. Oktober 2011

Gewaltausbruch im undemokratischen Italien

In Rom kam es am Rande der Occupy-Proteste mit mehr als 100.000 Teilnehmenden zu Ausschreitungen. Diese italienische Anomalie erklärt die Wirtschaftszeitung IL Sole 24 Ore mit dem Demokratie-Defizit im Land: "Eine reife Demokratie weiß mit Gewalt umzugehen. Sie weiß sie einzugrenzen und gegebenenfalls unnachgiebig gegen sie einzuschreiten, vor allem aber weiß sie ihr vorzubeugen. Nach den barbarischen Szenen am Samstag in Rom stellt sich berechtigterweise die Frage, ob Italien noch zum Kreis dieser Demokratien gehört. ... Es ist als tue sich in Italien fortwährend ein schwarzer Abgrund auf, ein Sog, der dank einer widerstandsfähigen Subkultur einerseits und einer politischen Schwäche andererseits alles zu verschlucken vermag. … Heute spüren wir einmal mehr, wie schmerzlich die italienische Anomalie in kultureller und politischer Hinsicht ist. Die Nation ist schwach und wird somit unvermeidbar zum Sammelbecken der Gewalttätigen, all derjenigen, welche sich an der westlichen Gesellschaft rächen wollen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 17. Oktober 2011

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