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Correio da Manhã - Portugal | Montag, 17. Oktober 2011

Portugal kürzt spät und brutal

Portugals Premier Pedro Passos Coelho hat am Montag neue drastische Sparmaßnahmen verkündet. Die Kürzungen im Haushalt 2012 sind hart, aber völlig alternativlos, meint der Chefredakteur der Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios, Pedro Santos Guerreiro, in der Boulevardzeitung Correio da Manhã: "Es ist bereits zu spät: Das Haushaltsdefizit in diesem Jahr und die noch schlimmere Rezession im nächsten Jahr haben drastische Maßnahmen erfordert - viel drastischer als erwartet. Jetzt wird nicht mehr gefragt, ob die 14-prozentige Kürzung der Beamtengehälter und Renten fair ist oder nicht, ob das reicht oder ob noch mehr Sparmaßnahmen kommen. ... Niemand kennt die Antwort, aber wir wissen Folgendes: Nicht nur die Kürzung von Renten und Löhnen entlastet den Staatshaushalt. Es ist die einfachste Art der Haushaltskürzung, wenn auch die brutalste. Und es ist die sicherste Art, doch zugleich die unfairste. Die Regierung hat es bisher nicht geschafft abzuspecken. ... Der gestern präsentierte Haushaltsentwurf war unvermeidlich, weil vorgestern nichts getan wurde. Und morgen?"

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 18. Oktober 2011

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