De Morgen - Belgien | Mittwoch, 19. Oktober 2011
Politiker haben bei Dexia versagt
Durch die Zerschlagung der französisch-belgischen Bank Dexia sind die belgischen Kommunen in schwere Probleme geraten. Die Gemeentelijke Holding, bei der die Kommunen Aktionäre sind, hatte den größten Teil ihres Vermögens bei Dexia angelegt und ist nun von der Pleite bedroht. Die staatliche Kontrolle hat versagt, meint die linksliberale Tageszeitung De Morgen: "Die Aufsichtsräte und Generalversammlungen sowohl bei Dexia als auch bei der Gemeentelijke Holding waren voll mit Vertretern aus der Politik, und man sieht das Ergebnis. ... Die Politiker bei Dexia und der Gemeentelijke Holding saßen in den Gremien nicht als Kontrolleure oder Aufsichtführende, sondern als Betroffene, die nur interessiert waren am stetigen Geldfluss, um damit schöne Dinge machen zu können. Wie die Dividenden zustande kamen, war von untergeordnetem Interesse. In Zukunft muss es tatsächlich mehr staatliche Kontrolle über die Finanzwelt geben, aber nicht, indem man Politiker zu aktiven Teilhabern in Aufsichtsräten macht."
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