To Ethnos - Griechenland | Mittwoch, 19. Oktober 2011
Athens Regierung muss auf Streiks reagieren
Die beiden größten Gewerkschaften Griechenlands haben für den heutigen Mittwoch und für Donnerstag zu den größten landesweiten Streiks seit Beginn der Schuldenkrise aufgerufen, um gegen die Sparpolitik der Regierung zu demonstrieren. Die Politiker können auf Dauer nicht gegen die Mehrheit der Bevölkerung regieren, meint die linksliberale Tageszeitung To Ethnos: "Die Regierung konnte niemanden davon überzeugen, dass eine Rückkehr zum Lebensstandard von 1970 und 1960 hilfreich ist, um das Land zu 'retten' wie sie behauptet. Wie sollen sich Millionen Arbeiter, Jugendliche und Rentner auch 'gerettet' fühlen, wenn sie in Arbeitslosigkeit und Armut gedrängt werden? Die Regierung glaubt, dass ihre Parlamentsmehrheit von vier Stimmen ausreicht, um das Leben unseres Volks so dramatisch zu verändern. … Sie begnügt sich damit zu wissen, dass sie die Proteste notfalls mit Polizei und Armee unterdrücken kann. … Theoretisch hat sie sogar Recht. Praktisch ist es jedoch unmöglich, dass eine Regierung, die fast das gesamte griechische Volk gegen sich aufgebracht hat, regieren kann."
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