Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 19. Oktober 2011
Neue Spirale der Gewalt
Nach den tödlichen Angriffen der PKK droht die Türkei wieder in eine Spirale der Gewalt zu geraten, fürchtet die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Die Kurdenfrage ist das wichtigste Problem, das die Türkei zu lösen hat. ... Die PKK wurde dabei immer nur als Symptom bekämpft. Das eigentliche Problem liegt in der Unterstützung, die diese Kämpfer von großen Teilen der kurdischen Bürger in der Türkei erhalten - weil sie dem türkischen Staat nicht trauen; weil vor allem in den 1990er Jahren ihre Dörfer verbrannt, ihre Kinder getötet, ihre Männer gefoltert wurden. Die Türkei erlebt nun großen Schmerz angesichts der 26 getöteten Soldaten. Was viele Kurden nicht verstehen, ist, dass der Staat bis heute ihren Schmerz nicht anerkennt: 50.000 Tote hat der Konflikt seit 1984 gefordert - 40.000 davon waren Kurden, und die Logik von Gewalt und Gegengewalt ist noch immer nicht durchbrochen."
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