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Ta Nea - Griechenland | Donnerstag, 20. Oktober 2011

Roussos Vranas attackiert den Neoliberalismus in der EU

Griechische Ärzte, Rechtsanwälte, Beamte, Lehrer, Taxifahrer, Hafenarbeiter und andere setzen am heutigen Donnerstag ihren Generalstreik gegen die rigiden Sparpläne fort, die das Parlament heute beschließen will. Sie haben Recht, meint der Kolumnist Roussos Vranas in der linskliberalen Tageszeitung Ta Nea und greift die neoliberale Wirtschaftspolitik der Euro-Zone an: "Geblendet von ihrem Glauben an falsche Götter beobachten die europäischen Staats- und Regierungschefs, wie der von ihnen errichtete Tempel einstürzt. ... Die Gestalter der europäischen Wirtschaftspolitik haben nicht die Folgen berücksichtigt, welche die Sparpolitik der verschuldeten Staaten für die gesamte Euro-Zone haben wird. Sie glauben an den 'moralischen Wert' der Nulldefizite. Und an die Illusion, dass der Privatsektor die negativen Folgen der Kürzungen im öffentlichen Sektor ausgleichen kann. ... Die politischen Gestalter der Euro-Zone glauben an offensichtliche Lügen, an den Neoliberalismus, der nicht nur die Euro-Zone umbringen wird, sondern die ganze Welt. Seit drei Jahrzehnten lügen sie uns vor, dass es 'keine andere Lösung gibt'. Auch jetzt noch, wo die Straßen und Plätze voller Menschen sind, die schreien 'eine andere Welt ist möglich'. Es ist Zeit, die Inquisitoren in ihr Feuer zu werfen, wenn wir in der Welt leben möchten, die wir verdient haben."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 20. Oktober 2011

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