Ir - Lettland | Dienstag, 1. November 2011
Kirgistan orientiert sich nach Moskau
In der zentralasiatischen Republik Kirgistan hat Premier Almasbek Atambajew die Präsidentschaftswahl gewonnen. Bei der Abstimmung am Sonntag erhielt der Sozialdemokrat rund 63 Prozent der Stimmen. Die Onlinezeitung Ir ist skeptisch wegen der prorussischen Haltung des Wahlsiegers: "Die Wahlbeteiligung lag bei rund 60 Prozent, und das ist für Kirgistan kein schlechter Wert. Auch gab es am Wahltag und am ersten Tag danach keine Toten, und das ist ebenfalls eine gute Nachricht. Kirgistan ist der einzige Staat Zentralasiens, in dem es seit mehr als einem Jahr keine vertikale Machtstruktur mit einem einzigen autoritären Herrscher an der Spitze mehr gibt, doch es ist offen, ob sich der neue Präsident daran halten wird. … Bekannt ist dagegen, dass Atambajew moskauhöriger ist als [Übergangspräsidentin] Otunbajewa. Kirgistan hat bereits den Wunsch geäußert, sich der Zollunion von Russland, Kasachstan und Belarus anzuschließen, und bestimmt wird das Land aufgenommen werden. Nicht aus wirtschaftlichen Erwägungen - vielmehr entspricht dieser Wunsch dem Plan des künftigen russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Bildung einer eurasischen Union auf dem ehemals sowjetischen Territorium."
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