Delo - Slowenien | Donnerstag, 3. November 2011
Bolschoi-Theater für Normalbürger zu teuer
Das Bolschoi-Theater in Moskau ist am Freitag mit einer Gala für Prominente wiedereröffnet worden. Einfache Bürger waren nicht erwünscht und werden es auch in Zukunft schwer haben, in das Theater zu kommen, beklagt die linksliberale Tageszeitung Delo: "Die Normalsterblichen mussten sich mit der Fernsehübertragung des Eröffnungsspektakels zufrieden geben. Einige hundert Begeisterte haben sich trotz der eisigen Kälte eine Übertragung des Balletts Schwanensee auf dem Platz vor dem Theater angesehen, wo zwei große Bildschirme aufgestellt waren. In diese zentrale Kulturstätte, die schon vor langer Zeit zu einem nationalen Symbol geworden ist, werden sie auch in Zukunft nur schwer hineingelangen. Die Eintrittskarten für das Bolschoi-Theater kosten nämlich mindestens siebzig Euro, und das entspricht etwa der Durchschnittsrente in Russland."
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