Der Standard - Österreich | Samstag, 5. November 2011
Italien zu groß für Rettungsfonds
Italien hat auf dem G20-Gipfel in Cannes am Freitag einer Überwachung seiner Finanzpolitik durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) zugestimmt. Das war dringend notwendig, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Zur strengeren Überwachung des Haushaltes gibt es aber kaum Alternativen. Es ist undenkbar, dass Italien, so wie zuvor Griechenland, vom Kreditmarkt genommen wird und unter den Rettungsschirm schlüpft. Weder Europa noch IWF verfügen dafür über genug Mittel. Italien ist nicht nur 'too big to fail', sondern auch 'too big to save'. Griechenlands Schulden belaufen sich auf 340 Milliarden Euro - Italien braucht allein 2012 Kredite über 400 Milliarden. Auch politisch wäre eine Rettung Roms schwer vorstellbar: Welcher Politiker könnte den Bürgern ein solches Rettungspaket verkaufen?"
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