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Corriere della Sera - Italien | Montag, 7. November 2011

Mensch mitschuldig an Naturkatastrophen

Bei schweren Unwettern in Italien sind in den vergangenen zwei Wochen 16 Menschen ums Leben gekommen. Von Naturkatastrophen zu sprechen ist aber irreführend, meint der Schriftsteller Claudio Magris in der liberal-konservativen Tageszeitung Corriere della Sera: "Fortschritt bedeutet, das Verhältnis zur Natur zu verbessern. Wir sind Teil der Natur. Die Überschwemmungen hängen also ebenso vom Regen und über die Ufer tretenden Flüssen ab wie von den Häusern, die zu nahe am Ufer stehen und schlecht gebaut sind. Katastrophen hängen ab von dem Müll, den wir in die Flüsse schmeißen und vom politischen und sozialen System, das diese Verschandelung nicht nur erlaubt, sondern die Umweltverschmutzung mitproduziert und sogar hilft,  Abwässer in die Flüsse zu leiten. Der verseuchte Fluss, der über die Ufer tritt und uns unter seinen Fluten begräbt, sind wir selbst."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 7. November 2011

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