Der Standard - Österreich | Montag, 7. November 2011
Militärschlag gegen Iran sinnlos
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad will das Atomprogramm seines Landes unverändert fortsetzen. Das hat er am Mittwoch angekündigt trotz wachsenden internationalen Drucks nach dem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Die linksliberale Tageszeitung Der Standard warnt den Westen und Israel davor, voreilig militärisch gegen den Iran vorzugehen: "Das erste Paradox ist, dass die politische Entscheidung des Iran für eine Bombe dadurch beschleunigt werden könnte. Dass diese wahrscheinlich noch nicht gefallen ist, macht - und das ist das zweite Paradoxon - gleichzeitig die Kriegsgefahr real. Denn die Zeit für einen Militärschlag wird irgendwann einmal abgelaufen sein. Sinn macht er trotzdem keinen: Man kann Anlagen zerstören und Menschen töten, aber nicht technologisches Wissen ausrotten. Und die Folgen, wenn eine derart instabile Region durch noch einen Krieg weiter destabilisiert wird, sind unabsehbar."
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Politik, » Global, » Iran
Alle verfügbaren Texte von » Gudrun Harrer
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 10. November 2011