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Les Echos - Frankreich | Donnerstag, 10. November 2011

Europäische Zentralbank muss lockerer werden

Es ist vor allem die Schuld der Europäischen Zentralbank, dass Italien nun Zinssätze von über sieben Prozent für seine Staatsanleihen zahlen muss, kritisiert die liberale Wirtschaftszeitung Les Echos: "Warum kann England zu einem Zinssatz von 2,2 Prozent über zehn Jahre Schulden aufnehmen während Italien 7,4 Prozent zahlen muss, obwohl die britischen Staatsfinanzen in einem schlechteren Zustand sind als die italienischen? Der Unterschied zwischen den beiden Ländern hängt unter anderem mit der Rolle der Zentralbanken zusammen. Wie in allen großen Ländern fungiert die Zentralbank in England als Geldgeber im Notfall. … Der Chef der US-Notenbank Ben Bernanke dämpfte 2008 die Panik an den Finanzmärkten, als er daran erinnerte, dass die Notenbank notfalls als Geldgeber einspringen würde. Die Euro-Zone ist gefährdet, weil die EZB diese Rolle nicht übernimmt. Das muss sich ändern. Deswegen muss sie nicht gleich vollkommen nachgiebig werden oder ihre Glaubwürdigkeit einbüßen. Andere Zentralbanken sind der Beweis dafür."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 10. November 2011

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