Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Freitag, 11. November 2011
Athen kann nur kurz durchatmen
Nach der Einigung auf eine Übergangsregierung kann Griechenland zwar durchatmen, muss aber sofort anfangen zu sparen, meint die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung: "Griechenland wird nun wohl die benötigte Kredittranche bekommen, die Märkte werden sich vielleicht für kurze Zeit beruhigen. Doch der lähmende politische Streit wird weitergehen, zumal schon bald der Wahlkampf beginnt. Die Geldgeber müssen auf einer verpflichtenden Zusicherung der beiden unberechenbaren Grossparteien, dass sie die Sparauflagen einhalten wollen, bestehen. Wenn die in der Bevölkerung diskreditierte politische Elite eine gewisse Beschränkung der Souveränität nicht hinnehmen und den Sparkurs nicht ernsthaft mittragen will, soll sie sich vom Euro verabschieden, Durchwursteln ist keine Option mehr."
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