Heti Válasz - Ungarn | Freitag, 11. November 2011
Péter Heim findet die Euro-Krise nicht so schlimm
In Europa herrscht derzeit keine wirtschaftliche, sondern in erster Linie eine politische Krise, meint der Ökonom Péter Heim in der konservativen Wochenzeitung Heti Válasz: "Die ganze Welt spricht davon, welch große Krise in Europa herrsche und welch umfassende globale Rezession der alte Kontinent im Jahr 2012 hervorrufen könnte. Ich sehe die Situation überhaupt nicht so düster, wie sie von vielen dargestellt wird. ... Das Problem in Europa ist vor allem in der unkoordinierten Finanzpolitik zu suchen. Als der Euro ins Leben gerufen wurde, wurde schlichtweg vergessen, dass die finanzpolitischen Spielregeln nicht bloß aufgeschrieben werden, sondern auch eingehalten werden müssen. ... Die Krise in Europa ist nicht zuletzt politischer Natur, verfügt Europa doch über jene wirtschaftlichen Ressourcen, um der entstandenen Situation schnell Herr zu werden. Es ist aber klar, dass es ohne die finanzpolitische Disziplin, wie sie Deutschland zeigt, keinen Ausweg gibt. … Und wenn es eine große wirtschaftliche Krise in Europa gäbe, dann hätte der Euro dieses Jahr nicht an Wert zugelegt, sondern an Wert verloren."
» weiterführende Informationen (externer Link, ungarisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Wirtschaftspolitik, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Péter Heim
Debatten verfolgen » Wege aus der Schuldenkrise
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 11. November 2011