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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 18. November 2011

US-Schulden ungefährlicher als europäische

In den USA haben die Staatsschulden die 15 Billionen-Dollar-Grenze überschritten. Das sind 99 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dennoch bleibt die europäische Schuldenkrise gefährlicher als die US-amerikanische, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Eine der Stärken der USA liegt darin, dass sie sich auch in Krisenzeiten in ihrer eigenen Währung verschulden können. Theoretisch kann das die Euro-Zone als solche auch, schließlich ist der Euro immer noch eine starke Währung. Nur gibt es eine Euro-Zone 'als solche' nicht. ... Die USA haben im Vergleich zu Europa noch andere Stärken: Ihre Wirtschaft ist aller schlechter Nachrichten zum Trotz innovativ und dynamisch. Die meisten Firmen, die in jüngster Zeit die Welt veränderten - zum Beispiel Google oder Facebook - wurden in den USA gegründet. Außerdem wächst die Bevölkerung dank Einwanderung und dank einer höheren Geburtenrate. Alles zusammen bedeutet Wirtschaftswachstum und damit die Fähigkeit, aus den Schulden herauszuwachsen. All das fehlt in den meisten europäischen Problemländern."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 18. November 2011

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