Lidové noviny - Tschechien | Mittwoch, 23. November 2011
Kommunistische Zwangssterilisationen beendet
Eine in den 1990er Jahren in Tschechien zwangssterilisierte Roma und eine Klinik in Ostrava haben sich am Dienstag außergerichtlich auf eine Entschädigung für die Frau geeinigt. Die konservative Tageszeitung Lidové noviny hofft auf ein tatsächliches Ende dieser aus der Zeit des Kommunismus stammenden Praxis: "Auf diese Machenschaften hatte schon die Bürgerrechtsbewegung Charta 77 aufmerksam gemacht. Da die Entschädigung erst gestern vereinbart wurde, kann man sagen, dass in dieser 'Branche' auch erst gestern der Kommunismus zu Ende ging. ... Da diese Praxis den Kommunismus überdauerte, müssen wir uns nicht wundern, dass sich die Betroffenen an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wenden. Es war im konkreten Fall genau diese Drohung, die die Klinik in Ostrava dazu veranlasst hat, einer Entschädigung zuzustimmen."
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