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Jornal de Negócios - Portugal | Montag, 28. November 2011

Fernando Sobral sieht Europas Buchhalter auf dem Vulkan tanzen

Wenn Europa unschlüssig ist, dann werden die USA gerufen, bemängelt der Publizist Fernando Sobral in der Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios: "Europäer lästern ständig über die kulturelle Rückständigkeit der USA, aber in der Stunde der großen Wahrheit verehren sie Uncle Sam. ... Es wird langsam Zeit, um Hilfe zu bitten. Und zwar nicht um General Custers Kavallerie, sondern um B52-Bomber - damit diese Dollar-Pakete über Europa abwerfen. Über einem Europa, das nicht in der Lage ist, die EZB zum Gelddrucken zu bewegen. Die Fed hat nicht die Probleme eines puritanischen Europas. … Sie bringt weiterhin Geld in Umlauf, ohne deshalb Alpträume wegen der Inflation zu bekommen. Die Fed besitzt jene 'hard power', die der EZB fehlt. Die EZB wird immer mehr zur Bank mit Spielgeld, die nach den Wünschen Deutschlands geformt wird. Diejenigen, die meinen, Deutschland seien durch seine Verfassung die Hände gebunden, sollten sich einmal erinnern: Als Helmut Kohl die deutsche Wiedervereinigung vorantrieb, hat er nicht lange auf die Buchhaltung geschaut. Es war sein politischer Impuls, der die Wirtschaft ins Schlepptau nahm. Europa ist heute anders: Es hat Angst vor seinem eigenen Schatten und tanzt weiterhin auf dem Vulkan."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 30. November 2011

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