Hospodářské noviny - Tschechien | Mittwoch, 30. November 2011
Tierischer Sex-Tourismus tröstet in der Krise
Das siebenjährige Gorilla-Weibchen Moja aus dem Prager Zoo ist am Dienstag per Flugzeug in einen spanischen Tiergarten transportiert worden, wo es eine Gorilla-Familie gründen soll. Solange solcher Sex-Tourismus noch finanzierbar ist, kann es Europa nicht so schlecht gehen, freut sich die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny: "Niemand hat Geld. Wegen der Schulden fallen in Europa die Regierungen. Kürzungen, wohin man schaut. Apocalypse Now. Aber gleichzeitig startet vom Prager Flughafen in Anwesenheit des Fernsehens und des Prager Oberbürgermeisters eine Sondermaschine mit einem Gorilla-Weibchen, damit es in Spanien einen biologisch geeigneten Partner findet. Der Oberbürgermeister - im wirklichen Leben Gynäkologe und Geburtshelfer - bringt dafür 'tiefes Verständnis' auf. Nichts gegen das Gorilla-Mädchen, im Gegenteil. Manch einer findet in dem Ereignis so etwas wie Trost. Wenn wir uns erlauben können, einem Menschenaffen den Sex-Tourismus jenseits der Pyrenäen zu finanzieren, kann es uns noch nicht wirklich schlecht gehen."
» weiterführende Informationen (externer Link, tschechisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Wissenschaft / Forschung, » Spanien, » Tschechien
Alle verfügbaren Texte von » Petr Honzejk
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 30. November 2011