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La Stampa - Italien | Mittwoch, 30. November 2011

Kanzlerin zeigt ihre eiserne Faust

Der Hebel für den Rettungsfonds ist nur ein Pflaster, denn die Rettung des Euro und Europas hängt von Angela Merkels Bereitschaft ab, die Europäische Zentralbank als letztinstanzlichen Kreditgeber walten zu lassen, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Der eigentliche Rettungsplan steht noch aus und erst in neun Tagen, wenn sich die Staats- und Regierungschefs in Brüssel treffen, werden wir klüger sein. Die Furcht ist weit verbreitet, dass Angela Merkel auch bei dieser Gelegenheit wieder ihre Strategie durchsetzen wird, die den nationalen Interessen Deutschlands wie auch ihrem sehr persönlichen Wahlkalkül entgegenkommt. Bisher hat man im Maschinenraum der Euro-Zone, in dem die Motoren stillstehen, nur das dröhnende Nein der Kanzlerin vernommen. Unter dem Samthandschuh kommt immer stärker die eiserne Faust hervor. … Vielleicht beginnt man langsam zu begreifen, mit welch einer Art Politikerin wir es hier zu tun haben - unberechenbar, undurchschaubar, stur - und vor allem die Staatschefs am 9. Dezember zu tun haben werden, die den Euro und die Europäische Union retten wollen."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 30. November 2011

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