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Público - Portugal | Mittwoch, 30. November 2011

Joschka Fischer sieht Iran auf dem Weg in den Krieg

Nach dem Sturm auf ihre Botschaft in Teheran hat die britische Regierung alle Diplomaten abgezogen und die Schließung der iranischen Vertretung in London verlangt. Deutschlands Ex-Außenminister Joschka Fischer befürchtet in der liberalen Tageszeitung Público nun Krieg in der Region: "Ein Iran mit Nuklearwaffen oder auch nur eine politische Entscheidung davon entfernt würde die strategischen Gewichte im Nahen Osten massiv verschieben. … Gerade die Golfstaaten unter Einschluss von Saudi-Arabien fühlen sich durch diese Entwicklung noch mehr und existenzieller bedroht als Israel. Und auch die europäische Sicherheitslage würde sich durch einen nuklear aufgerüsteten Iran mit Sprengköpfen und Raketen dramatisch verändern. Alle Verhandlungsversuche haben sich als Sackgasse erwiesen, und zugleich reichert der Iran sein Uran weiter an und versucht seine Technologie zu verbessern. … Krieg oder Nuklearmacht Iran? Oder eine durchaus realistische andere Variante: Krieg und dann Nuklearmacht Iran? Auf diese schlechten Alternativen scheint sich die Lage im Nahen Osten im kommenden Jahr zuzuspitzen, wenn es nicht doch noch zu einer diplomatischen Lösung kommt oder auf diplomatischem Wege Zeit gewonnen wird."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 1. Dezember 2011

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