România Liberă - Rumänien | Mittwoch, 7. Dezember 2011
Transnistrien darf neuen Vasallen Moskaus wählen
Im von der Republik Moldau abtrünnigen Transnistrien finden am Sonntag Präsidentschaftswahlen statt. Erstmals gibt es mehrere Gegenkandidaten zum seit 20 Jahren amtierenden Präsidenten Igor Smirnow. Denn den will Moskau gegen seinen anderen Vasallen Anatoli Kaminski austauschen, um sich als Friedensstifter vor dem Westen zu profilieren, meint die Tageszeitung România Liberă: "Der alte Diener ist fürs Image zu belastend geworden. Man hofft, ohne ihn den Ruf Transnistriens verändern zu können, das bisher als sowjetische Bastion eines von Moskau kontrollierten Diktators gesehen wird. … Die Russen haben sich in den Gesprächen mit der deutschen Regierung für eine neue Sicherheitsarchitektur stark gemacht. Berlin forderte Beweise für das Wohlwollen nach dem Motto: Wenn Russland ein glaubwürdiger Partner sein will, dann soll es zeigen, dass es zumindest den Konflikt in Transnistrien lösen will. Russland wird ihn nicht lösen, aber es kann die Deutschen ein wenig an der Nase herumführen, indem es doch immerhin einen Versuch unternimmt. Wenn man Smirnow opfert, will man zeigen, dass sich doch etwas bewegt. ... Das Problem ist nur, dass sich Smirnow und Kaminski nur wenig unterscheiden."
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