Právo - Tschechien | Donnerstag, 15. Dezember 2011
Tschechien bleibt unsolidarisch bei Euro-Rettung
Tschechiens Regierung zögert weiter, sich zu den jüngsten Beschlüssen des EU-Gipfels zur Euro-Rettung zu bekennen. Damit begeht sie alte Fehler, verhält sich opportunistisch und prinzipienlos, kritisiert die linke Tageszeitung Právo: "Die Haltung von Premier Petr Nečas in Brüssel war die Fortsetzung der opportunistischen Haltung der politischen Szene Tschechiens nicht nur gegenüber der EU, sondern gegenüber der Außenwelt insgesamt. Während in anderen Ländern vor dem Gipfel intensiv über Rettungsmöglichkeiten für den Euro diskutiert wurde, herrschte in Tschechien Stille. Und wenn ein tschechischer Politiker in der Vergangenheit mit seiner Kritik an der EU ins Schwarze traf, dann bot er keine Lösung an, sondern beschränkte sich auf das schadenfrohe 'wir haben es ja immer gesagt'. ... Wie kann es sein, dass wir zwar hunderte Milliarden von der EU nehmen, aber ihr dann die Solidarität versagen, wenn sie uns um Hilfe bittet?"
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