El País - Spanien | Montag, 19. Dezember 2011
Der Entdecker seiner selbst
Die tschechische Schriftstellerin Monika Zgustová, die Havels Werk ins Spanische übersetzt hat, erinnert sich in der linksliberalen Tageszeitung El País an den tschechischen Ex-Präsidenten und Dichter als Entdecker: "So war Havel: An erster Stelle standen für ihn immer die intellektuellen, linguistischen, ethischen und philosophischen Fragen. Sein ganzes Werk - angefangen bei den ersten visuellen Gedichten der 1960er Jahre, Typogramme genannt, über sein Avantgarde-Theater und seine Aufsätze aus seiner Zeit als Dissident, bis hin zu seinem letzten Theaterstück - ist voll von diesen Fragen. Havel hat immer das Experiment interessiert. Er wollte immer ein Stück weiter gehen als das, was bereits getan wurde oder bekannt war - sowohl in seinen Büchern und Stücken als auch in seiner Funktion als Präsident. Er musste immer etwas Neues entdecken, und gleichzeitig musste er sich dabei selbst entdecken."
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