Correio da Manhã - Portugal | Mittwoch, 18. Januar 2012
Portugal kürzt sich dumm
Nach einem Verhandlungsmarathon haben sich Regierung, Gewerkschaften und Unternehmensverbände in Portugal am Dienstag auf Arbeitsmarktreformen geeinigt. Der Jahresurlaub soll gekürzt, drei Feiertage abgeschafft sowie Abfindungen und die Bezahlung für Überstunden gesenkt werden. Doch ob die Krise im Land damit wirklich abgewendet wird, bezweifelt die Boulevardzeitung Correio da Manhã: "Diese Kürzungen kommen noch zu den von den Gläubigern bereits über uns alle verhängten hinzu. In diesen Zeiten, in denen alles weniger wird, gibt es tatsächlich noch einige, die tatsächlich daran glauben, die jetzt verhängten Opfer wären das Rezept für ein wettbewerbsfähigeres Land, mit mehr Wirtschaftlichkeit, Steigerung der Einnahmen und ohne das Gespenst der Krise. Vor einigen Jahren erfand [der Jurist] Saldanha Sanches die Bezeichnung 'Steuerdummkopf' für diejenigen, die ihrer Pflicht nachkamen, Steuern zu zahlen. Es gibt sie immer noch, und ein paar andere Dummköpfe, die immer noch daran glauben, das 'System' werde sich ändern."
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