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Magyar Nemzet - Ungarn | Mittwoch, 18. Januar 2012

Brüssels Belehrungen stärken Rechtsradikale

Die drei Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn stärken vor allem die radikale Rechte, kritisiert die rechtskonservative Tageszeitung Magyar Nemzet: "Die wechselseitigen Anschuldigungen können noch ewig fortgesetzt werden. Doch im Kern geht es doch um Folgendes: Die Europäische Union hat derzeit kein Vertrauen in Ungarn. Sie glaubt nicht daran, dass Ungarn aus der tiefen wirtschaftlichen Krise herausfindet, und sie stellt unsere Treue zu den demokratischen Werten infrage. Hierüber kann man natürlich verärgert sein, es ist allerdings besser, diese Vorbehalte zu klären. Abgesehen davon, dass zum Schmollen jetzt wirklich keine Zeit ist. ... Es kann nicht im Interesse der EU sein, Ungarn in die Knie zu zwingen und dem Land vor aller Augen den Hintern zu versohlen. ... Der belehrende Ton aus Brüssels ist nämlich nur Wasser auf die Mühlen jener Radikalen, die öffentlich EU-Flaggen verbrennen. Wollen Sie das wirklich, meine Herren?"

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