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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 20. Januar 2012

Euro-Krise verändert Weltordnung

Die USA haben der Forderung des Internationalen Währungsfonds nach mehr Geld im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise eine Absage erteilt. Jetzt muss sich der IWF das Geld von den Schwellenländern holen, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Im republikanischen Vorwahlkampf konnte jeder Kandidat mit der Forderung 'No bail-out for Europe' auf stürmischen Beifall hoffen - keine Hilfe für Europa. Obama würde seine Wahlchancen beschädigen, würde er die USA bei der IWF-Kapitalaufstockung beteiligen. Es bleiben also als potentielle Verbündete - neben Nicht-Euro-Staaten aus der EU wie Großbritannien - China, Indien und Brasilien, also die Schwellenländer, deren Einfluss beim IWF die Europäer bis vor kurzem noch bremsen wollten. Die Neureichen werden einen Preis verlangen, ehe sie den Altreichen aus der Patsche helfen. China dürfte zum Beispiel eine Rücknahme des Waffenembargos verlangen. ... Das lässt ahnen, wie weit die Folgen der seit drei Jahren eskalierenden europäischen Schuldenkrise reichen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 20. Januar 2012

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