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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 31. Januar 2012

Sarkozys Börsensteuer stört Merkel

Das deutsche Finanzministerium hat am Montag auf die von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Vorabend angekündigten Börsensteuer reagiert und wird ihr nicht folgen. Gut so, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung, die die Börsensteuer für ein typisches Schummelprodukt aus dem Tollhaus Sarkozy hält, weil sie nicht alle Finanztransaktionen, sondern nur den Aktienverkauf besteuert: "Kein Wunder, dass Sarkozy für seine Nulllösung Beifall von der deutschen FDP bekommt, die sich einer Zähmung der Finanzmärkte durch eine Transaktionssteuer widersetzt. ... Nicolas Sarkozy wollte bisher ein Vorkämpfer für eine Transaktionsabgabe sein. Mit seiner Börsensteuer wird er zum Wahlkämpfer, der sein ursprüngliches Ziel aufgibt. Denn wenn Frankreich das britische Vorbild einer Börsensteuer nachahmt, nimmt dies den Druck von den Briten, zusammen mit allen EU-Staaten eine umfassende Transaktionsabgabe einzuführen. Bisher waren die Briten in Europa isoliert, und das macht ihnen mehr aus, als sie erkennen lassen. Nun kopiert sie Sarkozy - und fällt damit der Kanzlerin in den Rücken, die bisher mit ihm für eine umfassende Steuer focht."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 31. Januar 2012

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