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Medienlandschaft in Griechenland
Erst seit dem Ende der Militärdiktatur 1974 und der Demokratisierung des Landes gibt es eine freie und pluralistische Presse in Griechenland. Die griechische Verfassung garantiert seit 1975 die Meinungs- und Pressefreiheit, doch zählt bis heute die Kontrolle der Fernseh- und Rundfunkanstalten durch das Ministerium für Information und Presse zum Aufgabenbereich des Staates.

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Mit der Deregulierung und der Privatisierung des Rundfunks 1987 und des Fernsehens 1989 endete das staatliche Medienmonopol. In den 1990er Jahren versuchte der Staat nachträglich den neuen Markt zu regulieren, nachdem die Bevölkerung bevorzugt die sich an das US-Fernsehen anlehnenden Privatsender schauten. Ende der 1990er Jahren wurden die öffentlich-rechtlichen Senderprofile neu definiert, nun gibt es mit ET1 einen öffentlich-rechtlichen Unterhaltungssender und mit Net einen öffentlich-rechtlichen Nachrichtensender.
Die großen meinungsbildenden Tageszeitungen existieren seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie zeigen eine Affinität zu politischen Lagern anstatt zu Parteien. Die meisten sind links-liberal orientiert. Die Printjournalisten lehnen sich stark an die europäische Tradition der Berichterstattung an. Insgesamt sind die Verkaufszahlen der Zeitungen stark gesunken. Durch die schwere Finanzkrise Griechenlands sanken auch die Verkaufszahlen der Sonntagsausgaben stetig. Deren Beliebtheit war in den vergangenen Jahren durch DVD- und Zeitschriften-Beilagen sehr gestiegen. Relativ neu ist eine Auswahl an Zeitungen, die kostenlos verteilt werden.
Der griechische Medienmarkt ist durch eine hohe Medienkonzentration gekennzeichnet. Print-, TV und Multimedia-Angebote befinden sich in den Händen weniger Unternehmen, zum Beispiel der Lambrakis Presse Gruppe. Beobachter gehen davon aus, dass sich der Markt durch Fusionen weiter konzentriert.
In der Berichterstattung spiegelt sich die besondere politische Position wieder, die Griechenland in Bezug auf Krisen und Katastrophen seiner Nachbarländer einnimmt.
Morgensendungen und Nachrichten im Fernsehen bilden die Hauptinformationsquelle der Griechen. Die Nutzung von Online-Nachrichtenportalen nimmt stetig zu, ist aber im europäischen Vergleich niedrig. Spätestens seit dem Beginn der Schuldenkrise hat die Bedeutung alternativer Medien wie sozialpolitischer Blogs zugenommen.
Medien aus diesem Land bei euro|topics
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