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Medienlandschaft in Malta
Maltas Medienlandschaft ist von der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien, der geografischen Nähe zu Italien sowie von politischen und kirchlichen Institutionen geprägt. In dem 400.000 Einwohner zählenden Land gibt es 15 Zeitungen, 9 Fernsehsender und fast 50 Radiosender.

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Von 1814 bis 1964 stand Malta unter britischer Herrschaft, weshalb neben Maltesisch auch Englisch Amtssprache ist. Die Zweisprachigkeit spiegelt sich in den Medien wider. Es gibt zwei Tageszeitungen und fünf Wochenzeitungen auf Englisch sowie zwei Tageszeitungen und sechs Wochenzeitungen auf Maltesisch. Während die englischsprachigen Blätter rein kommerziell ausgerichtet sind, sind die Zeitungen auf Maltesisch mit einer Ausnahme in der Hand von Parteien, Gewerkschaften oder der Kirche, die jeweils auch die redaktionelle Linie bestimmen. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1964 werden die Medien in dem Land mit einem Zwei-Parteien-System als wirksames Mittel im Kampf um Wählerstimmen angesehen. Die Zeitung mit der größten Auflage ist die Times of Malta. Große Aufmerksamkeit erfahren häufig auch die privaten Blogs einzelner Journalisten.
Maltas geografische Lage südlich von Italien hat die Entwicklung des Rundfunks beeinflusst. Die ersten maltesischen Radiosender wurden in den 1930er Jahren ins Leben gerufen, um der faschistischen Propaganda entgegenzuwirken. Seit 1957 können italienische Fernsehsender empfangen werden, erst fünf Jahre später wurde der erste maltesische Fernsehsender gegründet. Inzwischen schauen die Malteser mehrheitlich einheimische Sender, deren Programm hauptsächlich auf Maltesisch läuft. Malta ist auch das einzige europäische Land, in dem politische Parteien direkt Fernsehsender besitzen bedürfen. Seit den 1990er Jahren betreiben sowohl die Labour Party als auch die Nationalist Party eigene Radio- und Fernsehsender, die als Sprachrohre der Parteien fungieren und mit dem öffentlich-rechtlichen Sender TVM sowie einem vom Bildungsministerium betriebenen Sender den Markt dominieren. Privatsender haben einen Marktanteil von unter fünf Prozent.
Im Hörfunkbereich konnten sich hingegen einige kommerzielle Sender etablieren. Neben Sendern die vom öffentlich-rechtlichen Public Broadcasting Services betrieben werden, spielen in dem katholischen Land auch zwei kirchliche Hörfunksender eine Rolle.
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