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Medienlandschaft in den Niederlande
Bis in die 1960er Jahre waren die Medien in den Niederlanden ebenso wie das gesamte öffentliche Leben streng nach ideologischen und konfessionellen Grenzen getrennt. Während die Zeitungen sich weitgehend von der engen Bindung an Kirche oder Ideologie befreit haben, ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk weiterhin von diesem sogenannten "Säulensystem” geprägt.

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Insgesamt bestücken 14 als Vereine organisierte Rundfunkgesellschaften die drei Fernseh- und fünf Radiokanäle mit Programmen. Durch die Vielfalt sollen alle gesellschaftlichen Interessengruppen im öffentlich-rechtlichen System vertreten sein. Mit der Zulassung kommerzieller Sender 1989 verloren die öffentlich-rechtlichen Sender aber ihr Monopol. Starke Konkurrenten sind vor allem die RTL-Gruppe mit vier TV-Sendern sowie SBS mit drei TV-Sendern.
Mit vier überregionalen Tageszeitungen für die knapp 17 Millionen Einwohner, drei werktäglich erscheinenden Gratisblättern und starken regionalen Zeitungen sind die Niederlande ein Tageszeitungsland. In zwei Drittel aller Haushalte wird täglich eine Zeitung gelesen. Die drei großen Zeitungen NRC Handelsblad, Trouw und De Volkskrant sind eher linksliberal orientiert und gelten gemeinsam mit der rechts-konservativen Boulevardzeitung De Telegraaf, dem auflagenstärksten Blatt, als meinungsbildend. Eine wesentliche Rolle in der öffentlichen Debatte spielen die festen Kolumnisten der Tageszeitungen und Wochenmagazine wie das rechtsliberale Blatt Elsevier und die linksprogressive Wochenzeitschrift Vrij Nederland.
Durch das Aufkommen der neuen Medien sind die niederländischen Zeitungen immer mehr unter Druck geraten. In den vergangenen Jahren haben sie daher ihre Internetaktivitäten stark ausgeweitet. Die Niederländer informieren sich zunehmend über Online-Medien, und sind besonders aktive Nutzer von sozialen Netzwerken. Der bekannteste und größte Blog ist geenstijl.nl (Kein Stil), der mit rechtspopulistischen Beiträgen auch politisch einflussreich ist. Bis auf diese Ausnahme spielen Blogs in der öffentlichen Debatte allerdings kaum eine Rolle.
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