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Medienlandschaft in Slowenien


Der kleine slowenische Medienmarkt ist durch eine hohe Medienkonzentration gekennzeichnet. Nach dem Zerfall des ehemaligen Jugoslawien ist die Zahl der Medien in Slowenien stark angestiegen. Radio Televizija Slovenija ist die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Sloweniens und war früher Teil der jugoslawischen Rundfunkanstalt. Nach dem Auftreten kommerzieller Radio- und Fernsehprogramme in den 1990er Jahren erhielt der öffentlich-rechtliche Rundfunk zum ersten Mal in seiner Geschichte echte Konkurrenz und kam dadurch in Bedrängnis.

Ljubljana
Foto: Jean-David & Anne-Laure, Lizenz: Creative Commons by-sa/2.0


Trotz zahlreicher Privatsender, die in den vergangenen Jahren gegründet wurden, sind die zwei öffentlich-rechtlichen Radiosender Val 202 und Ra SLO1 noch immer die am meist gehörten Stationen im Land. Doch die größten privaten Radiosender haben mittlerweile den Großteil der Hörer für sich gewinnen können. Insgesamt gibt es rund 90 Radiostationen.

Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern auf nationaler und regionaler Ebene gibt es private Fernsehsender, die sich einer großen Zuschauerzahl erfreuen. Dazu zählen vor allem die Sender POP TV und Kanal A.

Die großen nationalen Tageszeitungen wurden nach 1990 privatisiert. Dabei blieb ein Teil in staatlichem Besitz während große staatliche Unternehmen wie zum Beispiel die Brauerei Laško Verlage kauften. So gehört etwa die Tageszeitung Delo mehrheitlich zu Laško. Die großen Zeitungen haben vor einigen Jahren starke Konkurrenz bekommen. Das österreichische Verlagshaus Styria hat mit der ersten Gratistageszeitung in Slowenien großen Erfolg.

Gratiszeitungen sind seitdem auf dem slowenischen Medienmarkt stark vertreten und haben mehr Leser als die traditionellen Tageszeitungen. Alle großen Tageszeitungen verzeichnen seit einigen Jahren einen Rückgang bei den verkauften Exemplaren. Die Folge: In den Redaktionen wird gespart. Gleichzeitig versuchen die meinungsbildenden Tageszeitungen wie Delo, Dnevnik und auch Večer mit Hilfe des Internets und Multimedia-Angeboten ihre Leserzahl zu erhöhen.

In den vergangenen Jahren haben sich zudem mehrere kritische Internetprojekte wie das Portal Vest etabliert. Ernsthafte, meinungsbildende Blogs gibt es mittlerweile kaum noch. Die Euphorie, die zu Beginn in Slowenien geherrscht hat, hat sich wieder gelegt. Blogs werden nur selten regelmäßig geschrieben und befassen sich meist nicht mit europäischen politischen Themen.

Medien aus diesem Land bei euro|topics

 

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