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Presseschau | 27.03.2015

 

TOP-THEMA

Erschütternde Erkenntnisse zu Flugzeugabsturz

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte, ein solches Einzelereignis lasse sich durch kein Sicherheitssystem komplett ausschließen. (© picture-alliance/dpa)

 

Der Copilot der verunglückten Germanwings-Maschine soll das Flugzeug mit Absicht zum Absturz gebracht haben. Das habe die Auswertung des Stimmenrekorders ergeben, teilte die französische Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Presse zeigt sich erschüttert und ratlos angesichts der Frage, wie solche Tragödien in Zukunft verhindert werden können. Einige Kommentatoren warnen jedoch auch vor einem vorschnellen Urteil.

Frankfurter Rundschau - Deutschland

Wir müssen die stete Gefahr akzeptieren

Mehrere deutsche Fluggesellschaften wollen nach dem Absturz der Germanwings-Maschine ihre Sicherheitsvorschriften verschärfen und sicherstellen, dass immer mindestens zwei Crewmitglieder im Cockpit sind. Die linksliberale Frankfurter Rundschau findet das richtig, erinnert jedoch daran, dass auch dies keine absolute Sicherheit bringt: "Technikzweifler mag es - so sehr sie mit den Opfern fühlen - beruhigen, dass nicht die Maschine versagt zu haben scheint. Andere sind umso schockierter, weil eine Instanz, der wir zwingend vertrauen, wenn wir fliegen, das Vertrauen derart missbrauchen kann. Aber weder das eine noch das andere wird etwas daran ändern, dass wir - so sehr wir es aus Selbstschutz verdrängen - einer irren Tat überall zum Opfer fallen können. Das ist nicht beruhigend. Aber vielleicht erleichtert uns gerade die Akzeptanz steter Gefahr die Entscheidung, trotz allem weiter auf die Straße zu gehen - oder ein Flugzeug zu besteigen." (27.03.2015)

Protagon - Griechenland

Vielleicht ist unser Zeitgeist schuld

Über die Motive des Copiloten für den absichtlichen Absturz von Germanwings-Flug 4U 9525 spekuliert das Webportal Protagon: "Wenn der Pilot keinen Abschiedsbrief hinterlassen hat, werden wir nie erfahren was in ihm vor sich ging. Irgendwann werden wir die Tat vergessen, das Rampenlicht erlischt, ohne irgendeine Antwort zu hinterlassen. Wir werden uns fragen, ob er etwas Ähnliches im Kino sah und beschlossen hat, es selbst zu erleben. Doch wir werden auch überlegen, ob die Schuld nicht nur in seinem verwirrten Kopf zu suchen ist, sondern auch im heutigen Zeitgeist. Ist er es vielleicht, der von uns fordert, die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen? Jeder weiß, wie er das heute tun kann. Vielleicht wird der Rest der Welt nicht wahrnehmen, dass du gelebt hast. Alle werden aber erfahren, dass du gestorben bist." (27.03.2015)

Libération - Frankreich

Piloten psychologisch besser überwachen

Angesichts des Flugzeug-Unglücks, das überall starke Emotionen hervorruft, versucht die linksliberale Tageszeitung Libération rational zu bleiben und hilfreiche Lektionen daraus zu ziehen: "Es ist ein Albtraum und eine Ironie der Geschichte, dass das Drama gerade durch eine Sicherheitsmaßnahmen ermöglicht wurde, die nach den Attentaten vom 11. September ergriffen wurden - und zwar die Verriegelung der Cockpittür. Dennoch können weitere Lehren aus diesem Vorfall gezogen werden. Die erste ist, dass der Mensch trotz des technologischen Fortschritts weiterhin über die Maschine herrscht. … Diese Beherrschung der Maschine durch den Menschen ist sowohl beruhigend als auch beängstigend. Die zweite Lehre ist konstruktiver. Die ganze Welt erfährt heute, dass Piloten nach Abschluss ihrer Ausbildung keine psychologischen Tests mehr ablegen müssen, lediglich ihre technischen Fähigkeiten werden überprüft. In diesem Bereich besteht nun dringender Handlungsbedarf." (26.03.2015)

medienblog.nzz.ch - Schweiz

Staatsanwaltschaft eröffnet Jagd auf Copiloten

Sofort nach der Bekanntgabe erster Ermittlungsergebnisse zum Absturz der Germanwings-Maschine wurden Details über den Copiloten verbreitet. Der Medienblog auf der Website der liberal-konservativen Neuen Zürcher Zeitung kritisiert die Spekulationen und die Vorverurteilung des mutmaßlichen Täters: "Die Staatsanwaltschaft Marseille nannte am Donnerstag den Namen des Co-Piloten, der offenbar allein im verschlossenen Cockpit sass, als das Germanwings-Flugzeug abstürzte. Im Nu verbreitete sich der Name in den digitalen Kanälen der Nachrichtenanbieter. In den sozialen Netzwerken staut sich die Wut. Ein offensichtlich gefälschtes Twitter-Konto gibt den Mann den Schmähungen preis. Die Jagd ist eröffnet. Niemand fragt, ob die Faktenlage schon eindeutig klar ist und ob aus dem Mund der französischen Staatsanwaltschaft stets die Worte Gottes zu hören sind. Stumm sind jene zahlreichen Akteure, die sonst stets kritisch die Stimmen von Staatsvertretern kommentieren. Eine gewisse Vorsicht bei der Einordnung, Einschätzung und Wiedergabe von hochaktuellen Ereignissen wäre ein Gebot der selbstkritischen Vernunft." (26.03.2015)

POLITIK

Il Sole 24 Ore - Italien

Im Jemen steht der Westen auf der falschen Seite

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat in der Nacht zum Freitag ihre Angriffe gegen die Huthi-Rebellen im Jemen fortgesetzt. Leider schlägt sich der Westen in dem Konflikt auf die Seite Riads, bedauert die liberale Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Es geht um die strategische Kontrolle der Region: Auf der einen Seite steht der größte Erdöllieferant der Welt, unterstützt von den Monarchien am Golf und der Arabischen Liga. Auf der anderen Seite steht der Iran der Ayatollah: Sponsor der schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen und Verbündeter des Regimes von Assad, der Regierung in Bagdad und der Hisbollah im Libanon. Hier also eine Achse des Widerstands gegen das [IS-] Kalifat, al-Qaida und sunnitische Regime. ... Theoretisch müsste der Westen die Schiiten unterstützen, die gegen al-Qaida und das Kalifat Partei ergriffen haben, doch unterstützt er die sunnitischen Mächte aus offenkundigen Interessen: Von ihnen beziehen wir unser Erdöl und unser Gas, ihnen verkaufen wir unsere Waffen, sie sind Teilhaber und Investoren unserer Märkte." (27.03.2015)

Hürriyet - Türkei

Nur Demokratie hilft gegen Konfessionskriege

Im Jemen beginnt ein weiterer Konfessionskrieg im Nahen Osten, bedauert die konservative Tageszeitung Hürriyet: "Das Grundproblem ist, dass die Islamische Welt im 21. Jahrhundert noch im Mittelalter lebt. ... Die sunnitische Doktrin sieht andere Glaubensrichtungen als abnormal an und wendet viele historische Regeln der islamischen Rechtswissenschaft wie göttliche Befehle an. ... Gleichzeitig zeigt der schiitische Aufstand im Jemen eine Radikalisierung und Militarisierung ähnlich wie in der sunnitischen Welt. ... Es ist klar, dass das Erbe des islamischen Rechts und konfessionelle Doktrinen untersucht und erneuert werden müssen. ... Wenn die Menschen, egal welchen Glaubens, vor dem Gesetz nicht gleich sind, wie ist dann ein friedliches Zusammenleben möglich? Die Voraussetzung sind hier ganz klar Demokratie und ein laizistischer Rechtsstaat." (27.03.2015)

Corriere del Ticino - Schweiz

Ägypten kann Ordnungsmacht in Nahost werden

Die Staaten der Arabischen Liga wollen am Samstag bei ihrem Treffen in Scharm El-Scheich über eine gemeinsame ständige Eingreiftruppe diskutieren. Einen entsprechenden Vertragsentwurf legte Ägyptens Präsident Abdel Fatah Al-Sisi vor. Die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino begrüßt seine Idee: "Der Westen, aufgeschreckt vom islamischen Extremismus vor der eigenen Haustür, ist auf der verzweifelten Suche nach einem neuen Ordnungshüter im Nahen Osten. ... Trotz seines halbdiktatorischen Gebarens gibt es diesen Mann. Er sitzt in Kairo, heißt Abdel Fatah Al-Sisi und ist der Staatspräsident Ägyptens. … Al-Sisis Ägypten will die Führung einer arabischen Koalition gegen das Kalifat übernehmen. Gemeinsam mit Jordanien will man eine anti-extremistische islamische Front aufbauen - in der Gewissheit, dass hinter den Gräueltaten des IS die erschreckende Idee einer Scharia-Diktatur steckt, die so grausam ist, dass selbst der Iran von Chamenei dagegen offen und tolerant erscheint." (27.03.2015)

Jutarnji List - Kroatien

Nukleare Abschreckung funktioniert noch heute

Die Äußerung Putins, wonach Russland die Krim notfalls mit Atomwaffen verteidigt hätte, ist als Säbelrasseln zu verstehen - und ändert nichts an der Tatsache, dass nur die gegenseitige Abschreckung durch Atomwaffen den ganz großen Krieg verhindert, erklärt die liberale Tageszeitung Jutarnij List: "Das nukleare Gleichgewicht [zwischen USA und Russland] ist erst vor Kurzem erreicht worden, mit 7.000 bis 8.000 Projektilen unterschiedlicher Kaliber auf jeder Seite. ... Die Gewissheit, dass jede Seite die Möglichkeit hat, die andere zu vernichten, ist nach wie vor die einzige Grundlage eines Gleichgewichts der Abschreckung und die Garantie, dass wir doch nicht untergehen werden. ... Dieses düstere Szenario sollten wir nicht aus dem Gleichgewicht bringen, auch nicht mit solch leeren Drohungen. … Das weltweite Nukleararsenal ist der größte Papiertiger der zeitgenössischen Geschichte und wir sollten ihn als solchen brav in Ruhe lassen." (27.03.2015)

Le Jeudi - Luxemburg

Frankreichs Linke könnte Wählern mehr bieten

Die französische Linke hat bei der ersten Runde der Départementswahlen vergangenen Sonntag nicht so große Stimmanteile verloren, wie Umfragen vorhergesagt hatten. Wie die Sozialisten künftig sogar wieder Wähler gewinnen können, erklärt die linksliberale Wochenzeitung Le Jeudi: "Die Tage nach dem Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo und die Versammlung von vier Millionen Menschen auf den Straßen haben gezeigt, dass die republikanischen Werte weiterhin von Bedeutung sind. Diese Dynamik sollte die Linke als Grundlage nutzen, um sich zu vereinen. … Aktuell ist sie jedoch sehr zersplittert. Sie hat sich in tiefen Gräben festgefahren, die mit ein wenig gutem Menschenverstand jedoch zu überwinden sein sollten. Soziale Fragen, Umweltschutz, Verteilung von Wohlstand und Arbeit sind Aspekte, die die Linke wieder zusammenführen könnten und es ihr ermöglichen würden, denjenigen, die ihre Wut durch ein Kreuz für den Front National ausdrücken, neues Vertrauen in die Zukunft zu schenken." (26.03.2015)

REFLEXIONEN

Delfi - Litauen

Ramūnas Bogdanas über Putins wirtschaftspolitisches Versagen

Am 26. März ist es genau 15 Jahre her, dass Wladimir Putin zum ersten Mal russischer Präsidenten wurde. Der Journalist Ramūnas Bogdanas zieht auf dem liberalen Onlineportal Delfi ein Resumée: "Ausgerechnet in der Zeit [nach Putins Wahl] begann der Anstieg des Ölpreises, der Russland Zusatzeinkommen in Milliarden Höhe brachte. Während Boris Jelzins Zeit betrug der Ölpreis etwa 20 US-Dollar pro Barrel, in den folgenden zehn Jahren stieg er auf etwa 140 US-Dollar. … So hat das Putin-Regime sich damals Ruhe gekauft. Fast 15 Jahre hat die mit Öl-Dollar bezahlte Party gedauert. … Jetzt ist der Kater gekommen, als Folge von Putins Politik. Der von Korruption durchdrungenen Wirtschaft geht es seit Jahren schlecht und die Reden darüber, Hochtechnologie zu entwickeln und die Abhängigkeit von Rohstoff-Exporten zu verringern, wurden nicht in Taten umgesetzt. … Anstatt zu versuchen, die Stagnation mit Hilfe von Auslandsinvestitionen und auf den globalen Finanzmärkten zu überwinden, ist Putin der Ukraine an die Kehle gegangen. Somit hat er die Aufmerksamkeit der Russen von der beginnenden Rezession auf den Kampf gegen den ausgedachten Faschismus gelenkt." (26.03.2015)

Blog EUROPP - Großbritannien

Luke March über das Mobilisierungsproblem der radikalen Linken

Warum es der radikalen Linken in Europa schwerer fällt als der extremen Rechten, von den Folgen der Krise zu profitieren, analysiert der Politikwissenschaftler Luke March auf dem Blog EUROPP der London School of Economics: "Eine allmähliche Mäßigung der extremen Linken, um Perspektiven zum Regieren zu bieten, hat oftmals die radikaleren Anhänger enttäuscht. Gleichzeitig hat sie es nicht geschafft, neue Wähler und Koalitionspartner davon zu überzeugen, dass sie es ernst meint. ... Zudem profitiert die radikale Rechte oft mehr als die radikale Linke, vor allem deshalb, weil sie ideologisch flexibler ist und sich Argumente der Linken zu eigen machen kann, wie etwa die Verteidigung des Sozialstaates oder den Schutz von Arbeitnehmern. Gleichzeitig fällt es der Linken äußerst schwer, populäre Gegenargumente zu den Grundsätzen der Rechtsextremen aufzubieten. So abstoßend eine zuwandererfeindliche Haltung auch sein mag, sie kann Wähler in einer Weise mobilisieren, zu der das Konzept der internationalen Solidarität nicht imstande ist." (25.03.2015)

WIRTSCHAFT

Gazeta Polska Codziennie - Polen

Euro wäre für Polen fatal

Der polnische Präsidentschaftskandidat der nationalkonservativen Partei PiS, Andrzej Duda, hat im Wahlkampf vor der Einführung des Euro gewarnt. Dadurch würden die Lebensmittelpreise rasant steigen - wie in der Slowakei. Die konservative Tageszeitung Gazeta Polska Codzienna sieht ebenfalls Risiken: "Für Polen, wo das durchschnittliche monatliche Pro-Kopf-Einkommen das beschämend niedrige Niveau von 1.340 Złoty [335 Euro] hat, wäre die Euro-Einführung ein fast selbstmörderischer Schritt. Die Lebenshaltungskosten würden massiv steigen. Zudem würde damit die Konkurrenzfähigkeit unseres Exports geschwächt, der wiederum der wichtigste Faktor für das Wirtschaftswachstum ist. Ferner könnte man keine festen Wechselkurse mehr einführen, um am Markt zu intervenieren. Somit fiele ein wichtiges finanzpolitisches Instrument weg. Die [liberal-konservative Regierungspartei] PO meint, man soll bald auf den Złoty verzichten. Dies zeugt von einem kompletten Realitätsverlust." (27.03.2015)

Diena - Lettland

Lettlands Euro-Einführung war richtige Wahl

Lettlands Wirtschaftsministerin Dana Reizniece-Ozola hat in dieser Woche in einem TV-Interview gesagt, dass der baltische Staat auch ohne die Euro-Einführung zu Beginn dieses Jahres nicht in die Katastrophe geschlittert wäre. Die liberale Tageszeitung Diena widerspricht: "Wahrscheinlich wollte sie uns daran erinnern, dass auch Polen keinen Euro hat und das Land sich trotzdem wirtschaftlich erfolgreich entwickelt. Doch das Potenzial des polnischen Marktes [für Investitionen] ist mit dem lettischen nicht vergleichbar. Was die Polen leisten können, können die Letten nicht. Außerdem hat sich das noch vor zwei Jahren beliebte Mantra über die polnische Erfolgsgeschichte ein bisschen abgenutzt: Es gab Wechselkursschwankungen auf dem Kreditmarkt und andere Probleme. Dementsprechend ist Polen kein Beispiel dafür, was mit Lettland passiert wäre, wenn es den Beitritt zum Euro-Club verschoben hätte." (27.03.2015)

Blog Mozgástér - Ungarn

Quaestor-Pleite: Orbán rettete Geld der Bürger

Ungarns Premier Viktor Orbán gerät in der Affäre um die Pleite der Brokerfirma Quaestor immer stärker in die Kritik. Offenbar hatte er staatliche Einlagen kurz vor dem Bankrott aufgelöst, private Anleger wurden jedoch nicht gewarnt. Die Politologin Gerda Bunford nimmt Orbán auf dem regierungsnahen Blogportal Mozgástér in Schutz: "Es wurde nicht das Geld des Staates aus den Brokerfirmen gerettet, sondern unser aller Geld, sprich Steuergelder. ... Steuergelder an einem Ort zu lassen, der nicht sicher ist, wäre ein großer Fehler und über die Maßen fahrlässig gewesen. Gott sei Dank ist dies nicht geschehen. Die Menschen wiederum hätte die Regierung vergeblich gewarnt - ihr Geld war zu dem Zeitpunkt nicht mehr bei den Brokerfirmen, weil es von den Chefetagen der Anlageunternehmen bereits vor Jahren verprasst wurde. Genau aus diesem Grund hat die größere Regierungspartei (Fidesz) vor Kurzem einen Gesetzesvorschlag ausgearbeitet, um alle geprellten Privatpersonen zu entschädigen." (26.03.2015)

GESELLSCHAFT

Politis - Zypern

Zyprer haben Glauben in Staat längst verloren

In Zypern ist ein neuer Fall von Geldverschwendung publik geworden. Der Staat zahlt in den kommenden 50 Jahren 50 Millionen Euro Miete für ein Gebäude der Wasserverwaltung, obwohl es selbst nur 13,8 Millionen wert ist. Die liberale Tagesszeitung Politis meint, dass die Bürger angesichts der sich häufenden Skandale auf nichts mehr hoffen: "Sind wir süchtig nach Skandalen geworden? Haben wir uns an die Vorstellung gewöhnt, dass beim Niedergang unseres Landes immer noch mehr Ungeheuerlichkeiten aufgedeckt werden? Wann wird die Plünderung des öffentlichen Reichtums aufhören, deren Folgen letztendlich die Bürger tragen? ... Unsere Politiker tun so, als ob sie das Selbstverständliche nicht verstehen. Dass die Bürger kein Interesse mehr an ihnen und ihrer Politik haben, aber auch für alles andere nicht. Sie haben jede Hoffnung verloren." (26.03.2015)

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