Hospodářské noviny - Tschechien | Mittwoch, 8. Februar 2012
Tschechien verabschiedet sich von 18 AKW
Tschechien verzichtet auf den Bau 18 neuer Kernreaktoren bis 2060 und will nur noch das Atomkraftwerk Temelín ausbauen. Das sagte Tschechiens neuer Wirtschaftsminister Martin Kuba am Dienstag auf seiner ersten Pressekonferenz und distanzierte sich damit von entsprechenden Plänen seines Vorgängers Martin Kocourek, der wegen zweifelhafter Finanzgeschäfte zurückgetreten war. Die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny tritt nach: "Wie viel Energie brauchen wir überhaupt? Was heißt es, weniger als geplant auf Atomkraft zu setzen? Wie werden sich die Preise für Energie entwickeln? ... Kocourek plante ernsthaft 18 neue Meiler, ohne seriös über die Kosten zu reden. Und das neben einem Deutschland, das sich gerade von der Atomkraft verabschiedet hat und neben einem Österreich, das allergisch auf alles reagiert, was in Tschechien mit Atomkraft zu tun hat. Es ist ein Unding, dass Kocourek erst aufgrund seines Finanzgebarens aus der Regierung flog."
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